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Kunstrasen auf vier Rädern

HERFORDER KREISBLATT 12.05.2015

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Kinder erobern Kunst im Schulhof

NEUE WESTFÄLISCHE 05.05.2015

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Übergangslösung I Foto: BOSCHER

Eine Kita hängt am Haken

Neuheit in Herford: Kindergarten-Gruppe der Maiwiese zieht in Grundschule ein

NEUE WESTFÄLISCHE 31.07.2013 – STEFAN BOSCHER

Herford. Auf der einen Seite: Eine Schule, die leerstehende Räume nicht mehr nutzen kann. Auf der anderen Seite: Ein Kindergarten, in dem Platzmangel herrscht. Einzigartig ist in Herford das, was aktuell an der Mindener Straße passiert: Hier zieht eine Kindergarten-Gruppe in die Grundschule ein. Doch bis es soweit ist, müssen die Kleinen mit Containern auskommen.

Auf zwei großen Lastwagen wurden die vier Container gestern morgen geliefert und auf dem Schulhof aufgestellt. In einem sind Toiletten und Waschbecken montiert, die anderen werden als Gruppenräume genutzt. "Am 12. August müssen die Container stehen, dann kommen die Kinder", sagt Kita-Leiterin Christel Mester.

Ein Termin, mit dem Uwe Werner kein Problem hat. Werner ist beim städtischen Immobilien- und Abwasserbetrieb zuständig für die Sanierung der ehemaligen Klassenräume der Grundschule. Aktuell ziehen dort Handwerker Trockenwände ein, aus zwei Klassenzimmern entstehen so Gruppen- und Schlafraum, ein Kreativzimmer und ein Pausenraum für die Mitarbeiter. Etwa 120 Quadratmeter Platz werden die "Pandas", so heißt die neue Gruppe, dann haben.

17 Kinder werden zum Beginn zur Gruppe gehören, nach und nach werden weitere dazukommen, für 23 Jungen und Mädchen ist die Kita-Gruppe in der Grundschule ausgelegt. Hinzu kommen drei Erzieherinnen. Der Umzug war notwendig geworden, weil in der Maiwiese eine neue U3-Gruppe gegründet wurde.

Danach war kein Platz mehr für die Pandas. Ausgliedern will Mester das allerdings nicht nennen: "Die Gruppe gehört weiterhin zur Kita. Die Verbindungen werden eng bleiben." Immerhin: Etwa zehn Minuten Fußweg beträgt die Entfernung zwischen "Haupt-Kita" an der Damaschkestraße und der neuen Außenstelle.

Neu und bisher einzigartig wird allerdings sein, dass die Pandas mit der Grundschule kooperieren können. So werden unter anderem Mensa und Turnhalle mit genutzt, auch pädagogisch werde man zusammenarbeiten, heißt es, aber: "Das hier ist ein Kindergarten und wird keine Vorschule werden", stellt Mester klar.

Als "etwas Besonderes" bezeichnet Jugendamtsleiter Andreas Spilker das Projekt. Man probiere einen neuen Weg in Sachen frühkindlicher Bildung aus, so Spilker auf Anfrage der Neuen Westfälischen, "wir möchten die Eltern gewinnen, etwas neues zu wagen". Verläuft das Projekt erfolgreich, könnten in in einem zweiten Schritt weitere städtische Kitas in Grundschulen expandieren.

Bis Mitte September müssen sich Kinder und Erzieher gedulden, dann sollen sie Sanierungsarbeiten in den ehemaligen Schulräumen abgeschlossen sein. Fertig ist dann auch das neu gestaltete Außengelände. Damit die Kleinen ihren eigenen Spielbereich haben, wurde von den Schulhöfen der Ernst-Barlach-Realschule und der Grundschule Mindener Straße knapp 250 Quadratmeter abgezwackt.

Wenn alles fertig ist, werden die Container wieder abgebaut. Als "günstige Zwischenlösung" bezeichnet Werner die grauen Elemente. Etwa 1.000 Euro muss die Stadt als Träger von Schule und Kita als Miete für die Container im Monat bezahlen.

112 Kinder werden im neuen Kindergartenjahr in der Maiwiese betreut, davon 20 im Alter zwischen vier Monaten und drei Jahren.


Königspaar | FOTOS: EIKE J. HORSTMANN

König und Dame im Griff

NEUE WESTFÄLISCHE 26.06.2012 - EIKE J. HORSTMANN

Die Grundschule Mindener Straße kürt in einem großen Turnier erstmals ihre "Schachkönige"

Herford. Noch vor wenigen Augenblicken rannten sie laut lachend und lärmend durch die Flure der Grundschule Mindener Straße. Jetzt sitzen die Schüler derart konzentriert an ihren Tischen, dass man die berühmte Stecknadel fallen hören könnte. Das Zauberwort dafür hieß nicht etwa "Ruhe!" oder "Klassenarbeit!", sondern "Bretter frei". Im Schachunterricht üben die im Ganztag lernenden Kinder das Spiel der Könige - und das als reguläres Schulfach während der Schulzeit.

"So etwas ist in der Region ganz selten", sagt Schachtrainer Eckard Fischer, der rund 120 Erst- bis Viertklässler vom ersten Zug bis zum erfolgreichen "Schachmatt" gebracht hat. Seit Beginn des Schuljahres unterrichtet der 58-jährige Engeraner jeden Montag von der zweiten bis zur sechsten Stunde an der Grundschule Schach. 

Dabei bringt er seinen Schülern erheblich mehr bei, als das bloße Regelwerk oder ausgeklügelte Züge und Taktiken. "Mathematik, Disziplin und Konzentration spielen im Schach eine große Rolle", sagt Fischer. Auch Entscheidungsfreude werde vermittelt - und die Fähigkeit, mit Niederlagen umzugehen. "Beim Fußball verliert die Mannschaft, beim Schach sind es individuelle Niederlagen", sagt Fischer. "Das ist für einige schwierig."

Wie toll es hingegen ist, auch als alleiniger Sieger dazustehen, erfuhren die Kinder jetzt bei der Siegerehrung des ersten großen Schachturnieres der Schule.

Drei Monate lang traten 26 Nachwuchs-Kasparows unter professionellen Bedingungen gegeneinander an. Am Ende setzte sich der siebenjährige Tobias Heine gegen seine Mitschüler durch. "Es hat mich schon überrascht, dass ein Zweitklässler gegen die Älteren gewonnen hat", sagt Schulleiter Stephan Kern, der seinen Schülern eine Neuauflage des Turniers für das kommende Jahr versprach. Fischer, der auch Leiter des Schach-Leistungszentrums in Herford ist, wunderte sich hingegen weniger. "Tobias ist unglaublich, ein echtes Talent. Aus dem wird was." Von derlei Lob sollen sich die übrigen Kinder jedoch nicht abschrecken lassen. Im Gegenteil: "Natürlich wird nicht aus jedem ein Großmeister", sagt Hermann Dieckmann, 2. Vorsitzender des Schachverbandes OWL. "Wichtiger ist das, was die Kinder für ihr Leben mitnehmen." 

Bei den Teilnehmern des Schulturniers ist dies in erster Linie eine Menge Spaß am Spiel. Bei der Frage, warum Schach für sie etwas ganz Besonderes ist, macht sich Amelie Fleer ganz gerade. "Das ist ja nicht wie Mensch-ärgere-Dich-nicht, man muss da schon ganz schön nachdenken", sagt die Zehnjährige, die als bestplatziertes Mädchen Schachkönigin wurde. 

Der Zweitplatzierte des Turnieres, Enrico Drawe, setzt vor allem auf viel Training. "Herr Fischer hat gesagt, dass ich richtig gut werden kann", sagt der Viertklässler. "Und ich merke, dass ich immer besser werde." Wenn er nicht gerade mit seinen Freunden spielt, übt er zu Hause gegen einen Computer Taktiken. Sein Vater ist ihm im Spiel der Könige schon lange nicht mehr gewachsen. "Ich habe ihn in drei Zügen Matt gesetzt."


Das ältere Weltmeisterteam | FOTO: YVONNE GOTTSCHLICH

Weltpokal geht nach Dünne

NEUE WESTFÄLISCHE 23.06.2011 - YVONNE GOTTSCHLICH

Finalerfolg in japanischen Dress gegen Brasilien / Beim Turnier der jüngeren Klassen siegt das Team der Mindener Straße Herford


Bünde. Die Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Deutschland kann losgehen. Über 800 Mädchen im Kreis Herford sind jedenfalls entsprechend eingestimmt. Jetzt spielten sie in 26 Grundschulteams die WM im Bünder Erich-Martens-Stadion nach.

Dabei kickten die Schülerinnen der ersten und zweiten Klassen um eine Trophäe sowie die dritten und vierten Klassen ebenfalls um einen eigenen Cup. Das Schul- und Sportamt des Kreises Herford, der Kreissportbund, die Stadt Bünde und der Fußballkreis Herford hatten die Grundschulen zur großen Mini-WM eingeladen.

Den großen Weltpokal durften am Ende die Sieger aus Japan (3. und 4. Klasse Grundschule Dünne) und Nigeria (1. und 2. Klasse Grundschule Mindener Straße Herford) mitnehmen. Diese beiden Teams hatten sich bis ins jeweilige Finale vorgespielt und dort durchgesetzt. "Es geht hier aber nicht nur um Sieger", erklärte Ursula Niemeier, Vorsitzende im Ausschuss für den Schulsport. Im Februar hatte sie die Idee und holte die anderen Institutionen an einen Tisch. Alle planten, brachten sich ein und setzten um, so dass eine große WM in Bünde dabei heraus kam. Markus Bierbaum, Vorsitzender des Kreisjugendausschuss im Fußballkreis Herford, hatte die vier Fußballfelder mit Bande organisiert und sich auch um die Preise gekümmert, die jede Spielerin bei der Siegerehrung bekam. "Wir haben für alle Teams ein Gewinnerpaket geschnürt, da ist von Kugelschreiber und Schlüsselbändern, über Bälle und T-Shirts alles drin, was Mädchen rund um das Fußball spielen brauchen können", erklärte er.

Landrat Christian Manz war bei der Begrüßung der Teams begeistert: "Alle haben sich ein Outfit gebastelt, das bunte Bild sieht einfach toll aus." In der Tat hatten sich fast alle Teams mit "ihrem" Land auseinandergesetzt und etwas gebastelt. Auch die Jungen, die nur zuschauen durften, hatten sich beteiligt und feuerten ihre Klassenkameradinnen lautstark an. In den Spielpausen konnten sich dann alle Klassen und Schulen gemeinsam vergnügen oder erholen.

Die Kinder ließen sich schminken, hüpften auf der Kletterburg herum, schossen auf die Torwand oder legten das DFB-Fußballabzeichen ab. Hier konnten nun auch die Jungen beweisen, dass sie mit dem Ball umgehen können. Alle Teilnehmer bekamen Urkunden und Andenken, Die Sieger Bälle und T-Shirts.

"Die Kinder haben an diesem Tag viel gelernt, viele Erfahrung mitgenommen und alle haben gewonnen", freute sich Niemeier nach der Siegerehrung, die sie zusammen mit Bündes Bürgermeister Wolfgang Koch übernahm. Koch freute sich "über das gute Wetter und den hervorragenden Fußball, den ihre gespielt habt", so der Bürgermeister, der selbst von Hause aus Handballer ist, diesmal aber extra im Fußballtrikot angereist war. Holm Windmann vom Sportamt des Kreises Herford fasstet es zusammen: "Ein rundherum gelungener Vormittag, sehr gute Stimmung bei besten Bedingungen und mit schönem Fußball."

Für die Grundschule Dünne war der WM-Sieg ein tolles Erlebnis, aber keine allzu große Überraschung. Sportlehrerin Helga Knust erklärte: "Wir haben seit drei Jahren eine Mädchenfußball-AG. Damals spielten nur drei Schülerinnen in einem Verein, heute sind es sieben. Bei uns boomt der Mädchenfußball."

Auch das Herforder Team von der Mindener Straße hat eine Mädchenfußball-AG, die von Julian Meyer geleitet wird. Er ist im freiwilligen sozialen Jahr an der Schule und kümmert sich um das Sportangebot. Für die jungen Fußballerinnen war es anfangs ungewohnt, dass mit einem Futsal-Ball gespielt wurde. "Der springt nicht so gut und ist kleiner, daher ist er einfacher zu spielen", erklärte Karl-Ludwig Mayer vom Sportamt des Kreises. Den Mädchen war es egal, solange sie ins Tor trafen. Und das gelang allen Teams in fast allen Spielen - es gab nur eine überschaubare Zahl von Partien, in denen ein Team kein einziges Tor erzielte.


Kampf der Rechenschwäche

NEUE WESTFÄLISCHE 15.12.2010

Mathe intensiv – ein gemeinsames Projekt von Lehrkräften und Eltern der Grundschule Mindener Straße
 

Herford. Das an der Grundschule Mindener Straße gestartete Projekt "Mathe intensiv" hat die individuelle Förderung von rechenschwachen Schülern zum Ziel.

Letztere verfügen über mathematische Denkweisen und Strategien, die Lernfortschritte fast unmöglich machen. Sie haben keine gesicherten Zahl- und Größenvorstellungen und kommen zumeist über das zählende Rechnen, was für Erstklässler zunächst völlig normal ist, nicht hinaus.

Aufgrund der mangelhaften bis ungenügenden Leistungen im Fach Mathematik werden die Kinder häufig nicht versetzt. Die permanenten Misserfolge wirken sich negativ auf die Lernmotivation und das Selbstwertgefühl der Kinder aus und führen nicht selten zu einer generellen Lernstörung. Die Probleme dieser Kinder sind so gravierend, dass sie im Rahmen des regulären Förderunterrichts nicht mehr aufgefangen werden können.

Auf Initiative des stellvertretenden Schulpflegschaftsvorsitzenden Lutz Siegert haben sich Eltern bereit erklärt, sich für die geplante Fördermaßnahme fortzubilden, um die Lehrkräfte bei der zusätzlichen Förderung der Kinder als Teampartner kompetent unterstützen zu können.

Geplant ist, dass ab Januar 2011 ein Mathematiklehrer in Zusammenarbeit mit einem Elternteil jeweils eine Kleingruppe von vier bis fünf Kindern zwei bis drei Stunden wöchentlich – auf der Grundlage von individuellen Förderplänen – fördert.

Um die notwendige Qualität der Förderung zu sichern, setzen sich die Eltern zusammen mit Lehrkräften und sozialpädagogischen Mitarbeitern des Ganztags in einer ersten Fortbildung am Montag, 13. Dezember, mit der Problematik rechenschwacher Kinder auseinander. Die Fortbildung wird von Grundschullehrerin Britta Schmitz und Schulleiter Stephan Kern moderiert.